Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
1 Als Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder ging, rissen seine Jünger Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und aßen sie.
2 Da sagten einige Pharisäer: Was tut ihr da? Das ist doch am Sabbat verboten!
3 Jesus erwiderte ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren -
4 wie er in das Haus Gottes ging und die heiligen Brote nahm, die nur die Priester essen dürfen, und wie er sie aß und auch seinen Begleitern davon gab?
5 Und Jesus fügte hinzu: Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.
Ein kreativer und humorvoller Abend bildete den Auftakt der Zeller Schlossgespräche, standen doch Heini Staudinger und BEDA auf der Bühne.
Der eine als origineller und tiefsinniger Unternehmer, der seine Firma GEA so zu führen versucht, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, anstatt der maximale Gewinn. „Solang ma´s Auskommen haben, gibt´s nix zum Jammern“, ist ein Satz, der Staudinger seit seiner Kindheit begleitet. Mit Sätzen von Goethe bis Gandhi versucht er, sich dem Diktat des Geldes zu widersetzen und jeden Menschen in seiner Würde zu sehen - auch sich selbst; und: „Zur Pflege der eigenen Würde ist es notwendig, dass man das, was man machen kann, auch tatsächlich macht.“
Perfekt ergänzt wurde Heini Staudinger durch die Musik von BEDA. Auch Peter Mayer sieht die Welt und das Geschehen im Alltag mit wachsamen Augen und kommentiert es pointiert in seinen Liedtexten. „Wia wissatn´s eh, wia´s geht, owa wia toan´s net. …Ois soi genauso bleib´n, wia´s is. Und olle aundan san Schuid!“, bringt ein Grundproblem auf den Punkt.
Die Zeller Schlossgespräche zum Thema „Der Erde UND dem Menschen gerecht“ werden fortgesetzt am 19.11., 19.30 Uhr mit einer Podiumsdiskussoin mit der Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, dem Sozialethiker Markus Schlagnitweit, Christian Dörfel vom oö. Landtag und Bjarne Kirchmair von Fridays for Future. Infos unter: www.schloss-zell.at.